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Pressemitteilung - 2. Februar 1999.
Europäer sagen NEIN zu EuroSPAM!
Europäische Gegner unaufgeforderter Werbe-E-mails (engl. "spams")
haben jetzt ihr eigenes Sprachrohr: Die European Coalition Against
Unsolicited Commercial E-mails, kurz EuroCAUCE (Europäische Koalition
gegen unaufgeforderte Werbe-E-mails).
Die in Zusammenarbeit mit der in den USA ansässigen Coalition
Against
Unsolicited Commercial E-mails, kurz CAUCE - http//www.cauce.org -
gegründete EuroCAUCE wird sich auf die gleiche Weise für
Internet-Benutzer und Provider einsetzen wie schon die CAUCE, die die
weltweit größte im Internet ansässige Organisation dieser
Art ist.
"Sowohl das Recht auf freie Meinungsäußerung als auch
das Recht,
in Ruhe gelassen zu werden, sind in der Europäischen Menschenrechts-
konvention verankert", sagt George Mills, Vorsitzender pro tempore
der
EuroCAUCE. Die Gründung der Europäischen Union (EU) basiert auf
diesen Rechten, sie dienen als Richtlinien für alle Mitgliedsländer
des Europarates. Daran halten wir uns auch."
Über 95% der unaufgeforderten Werbe-E-mails (engl. unsolicited
commercial e-mails, kurz UCEs) kommen derzeit aus den USA. Die Anzahl
der aus Europa stammenden UCEs ist allerdings steigend. Sollte der
amerikanische Gesetzgeber UCEs beschränken, könnte dies einen
dramatischen Anstieg in Europa zur Folge haben. "Wir müssen
sichergehen, daß wir global gegen UCEs vorgehen, da die internationale
Gemeinschaft durch das Internet immer mehr zusammenwächst", so
Mills.
Die von der EU erlassenen Richtlinien zu den Themen Datenschutz,
Telekommunikation und Fernabsatz werfen die Frage auf, ob die EU auch
UCEs regulieren wird. Diese Richtlinien regeln die Erlasse und
Änderungen nationaler Gesetzgebung im Bezug auf mehrere Aspekte des
Verbraucherkontakts, möglicherweise auch von UCEs.
Nicht-EU-Mitgliedsländer könnten sich an der Vorgehensweise der
EU orientieren, besonders weil die durch diese nutzlosen E-mails
hervorgerufenen Probleme an Ausmaß zunehmen.
Die Vorgehensweise der einzelnen Länder ist alles andere als
einheitlich: Einige Länder werden UCEs von Anfang an verbieten, andere
wiederum werden sogenannte "opt-out"-Verfahren anwenden, wobei
der
Verbraucher UCEs empfängt, solange er sich nicht ausdrücklich
dagegen ausspricht. "Wir bei EuroCAUCE würden ein "opt-in"-Verfahren
(bei denen es der vorherigen Zustimmung des Verbrauchers bedarf)
bevorzugen", sagte Mills.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der EuroCAUCE-Website:
http://www.euro.cauce.org
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